Die erste Etappe der nördlichen Variante des Sentiero Italia in der Lombardei ist lang und weist einen erheblichen Höhenunterschied auf. Vom Monte Olimpino erreicht man den Ort Cernobbio, von wo aus ein Pfad in nördlicher Richtung parallel zur Staatsgrenze in steiler Steigung verläuft, bevor er nach Osten abbiegt und die Capanna Falco erreicht, den Gipfel des Monte Bisbino und dann hinunter zur nahegelegenen Ortschaft Ca’ Bossi. Von hier aus folgt man der agro-silvo-pastoralen Straße gemäß den Wegweisern zum Rifugio Bugone. Auf dem Platz vor der Hütte kann man "Il Fuatèl", eine imposante, jahrhundertealte Buche, bewundern. Vom Rifugio Bugone hält man sich rechts und folgt den Wegweisern zum Rifugio Murelli, während man durch einen wunderschönen Buchenwald geht. Von hier aus geht es weiter in Richtung des ehemaligen Rifugio Binate und ignoriert einen kleinen Weg auf der rechten Seite mit dem Hinweis Agriturismo Roccolo/San Bernardo. Der Pfad führt in moderater Höhe über die Seite, die zur Schweiz zeigt, durch Weiden und Almen bis zum Binate-Gipfel. Von hier aus, abseits der agro-silvo-pastoralen Straße, die nach Schignano führt, setzt sich der Weg links in Richtung des Ortes Crocette fort. Von hier wechselt man die Seite des Val d'Intelvi und umgeht entlang eines ehemaligen Militärweges den Sasso Gordona. In diesem Berg befinden sich Tunnel und Militärstellungen aus dem Ersten Weltkrieg, die Teil der Verteidigungslinie Cadorna waren, die ab 1915 entlang der italo-schweizerischen Grenze errichtet wurde, da eine mögliche Offensive von Deutschland befürchtet wurde. Am Abzweig mit dem Hinweis Alpe Cerano-San Fedele geht es links auf einem bequemen Muliweg hinunter zum Rifugio Prabello.