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SI D16S

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Vom Rifugio Benigni (2222 m) geht es hinunter in die darunterliegende, grüne Senke und durch einen steilen Felskanal, der besonders bei feuchtem Wetter oder nach plötzlichen Gewittern oder Schneefällen mit Vorsicht zu begehen ist. An der Basis angekommen, geht es weiter auf einem Mittelweg, und man erreicht schnell den Passo di Salmurano (2017 m), von wo aus der Stausee Pescegallo gut sichtbar ist. Der Weg führt entlang des Grates bis zu einer Hochebene, wo er nach rechts abbiegt und in einem Mittelweg in die Nähe des M. Avaro führt, wo der Weg 109 gekreuzt wird. Weiter geht es zu einer Scharte, von wo aus man auf die gegenüberliegende Seite wechselt, dann einen Taleinschnitt hinabsteigt, nach links abbiegt und die östlichen Hänge des M. Ponteranica überquert, um schließlich die Hochebene Acqua Nera (1750 m) zu erreichen. Mit einem letzten, leichten Anstieg gelangt man rasch zum Rifugio Ca' San Marco (1829 m). Dieser Ort, schon immer als Handelsweg zwischen der Republik Venedig und den Staaten jenseits der Alpen genutzt, ist ein Durchgangspunkt der berühmten Via Priula, die zwischen 1592 und 1593 auf Wunsch von Alvise Priuli, dem Podestà von Bergamo, erbaut wurde. Die Via Priula nutzte den darüberliegenden Pass von S. Marco, um von der Val Brembana nach Valtellina zu gelangen, und verband Bergamo mit Morbegno (SO). Vom Rifugio (1829 m) geht es hinauf zum Passo San Marco (1992 m) über den alten Pflasterweg (die historische Via Priula) und dann hinunter nach Valtellina auf der Fahrstraße, die nach Morbegno führt, für etwa 150 m. Jetzt muss man den Weg folgen, der rechts abzweigt und die Nordseite des Pizzo delle Segade überquert, um schließlich zu einem kurzen Kamm zu gelangen, der bald von einer engen Scharte (Bocchetta d'Orta) unterbrochen wird. Von dort verlässt der Weg den Kamm (dem man folgen würde, um den Gipfel des M. Azzarini zu erreichen) und steigt einen kurzen, grasbewachsenen Kanal hinab, wodurch man wieder auf die bergamaskische Seite zurückkehrt. Der Weg, mit einigen Auf- und Abstiegen, passiert die Almhütte Colomber und überquert die grüne Senke bis zum Passo della Porta (2023 m), von wo aus es weiter auf einem flachen Weg bis zum Rifugio Marco e Raimondo Balicco (1963 m) geht. Diese Etappe folgt treu dem Sentiero delle Orobie occidentali.