Mit dieser mittelschweren Etappe, die hauptsächlich abwärts führt, verlassen wir die Monti Ernici und steigen hinunter nach Filettino, der höchstgelegenen Gemeinde im Latium, an der Schnittstelle zu den Monti Simbruini. Der gesamte Wanderweg ist durch ausgezeichnete horizontale und vertikale Beschilderung unterstützt. Vom Campocatino auf 1792 m, genau vom Rifugio del C.A.I. di Frosinone „Mario Calderari“, das Etappenpunkt des SICAI Lazio ist, erreicht man in wenigen Minuten den weitläufigen Platz des Ferienortes. Von der Beschilderung am linken Rand des großen Platzes geht es hinunter und über das Hochplateau von Campo Catino in Richtung Vado Piano (1798 m). Der zu wählende Weg ist die Nummer 610. In diesem ersten Abschnitt des kurzen Weges hat man einen weiten Blick auf die Karstphänomene, die auf dem weiten Plateau von Campo Catino vorhanden sind. Vom Vado Piano steigt der Pfad steil in nördlicher Richtung im Fosso della Brecciara ab und nachdem man kurz einem kurvenreichen Pfad durch den dichten Buchenwald gefolgt ist, führt ein steiler Schotterweg in die Nähe des Passo del Diavolo, von wo es hinunter zum Pratiglio di Sant’Onofrio geht. An der Wegmarkierung nimmt der Pfad, der durchgehend gut beschildert ist, eine deutliche Abzweigung nach links in westlicher Richtung. Den Pratiglio di Sant’Onofrio hinterlassend, geht der Pfad in der Hanglage des Waldes weiter, der nun auch von Eichen und häufigen Wacholdern geprägt ist und kreuzt zwei beidem verwilderte Wasserstellen. Nach einem flachen Abschnitt erreicht man den kaum ausgeprägten Höhenrücken der Serra Magliano und kurze Zeit später die Sella di S. Onofrio (1408 m). Von hier macht der Pfad eine weitere deutliche Abzweigung nach rechts und wendet sich nun nach Osten, um durch einen dichten Buchenwald in Richtung der Valle della Fontana abzusteigen. Rastplatz auf 1215 m. Nachdem eine neue Beschilderung auf gut markiertem Terrain erreicht wird, ändert sich die Richtung wieder, nun in nördlicher Richtung, in Richtung Filettino, dem gut markierten und sichtbaren Pfad folgend, am Fuß des Gebiets, das als „Scagnaro dello zoppo“ bekannt ist. Bei der Annäherung an das Dorf hat man die Möglichkeit, verschiedene Trockenmauerwerke zu beobachten, die als Begrenzung für große Flächen dienen, die für saisonale Anpflanzungen und vor allem für Köhlereien genutzt wurden, deren Produktion bis Anfang der 70er Jahre häufig war. In Filettino angekommen, findet man Unterkunft.